Das Geld, das Geld, das liebe Geld

Die Rente, die Rente, die verfluchte Rente!
Seit Frau von der Leyern darauf hingewiesen hat, dass die gesetzliche Rente für sehr viele Menschen in Zukunft nicht zum Leben reichen wird – und das ist wirklich keine Neuigkeit! – wird wieder sehr viel darüber geschrieben. Von „Die Welt“: „Auch Normalverdienern droht Altersarmut“ bis zur TAZ: „Aus Scham nicht zum Amt“. Mir zeigen die Artikel jedoch vor allem: Gerade die Menschen, die schon lange vor der Rente eher wenig Geld zum Leben haben, werden im Alter arm sein. Und dass arme Menschen gravierende Probleme haben, in Deutschland ein angemessenes Leben zu führen, das fängt ja nicht erst in der Rente an!

Wenn ich die Kommentare zu den Artikel lesen, fällt mir auf: Da wird über das marode Rentensystem, die verlogene Rentenpolitik etc. gewettert und sich vor „die Armen“ gestellt. Ich finde, das kann man wirklich wirkungsvoller tun, als in Kommentaren über die Rente loszubrüllen. Durch Engagement im Stadtteil, Weitergabe von gebrauchten Dingen etc.

Ich persönlich möchte mich von der elenden Rentendebatte nicht arm quatschen lassen. Die alte Renten-Idee funktioniert nicht mehr. Punkt. Wie heißt es doch so schön: “ Wenn Du merkst, dass Dein Pferd tot ist, steig ab.“

Unsere lange Lebensdauer und die niedrige Kinderzahl, haben das Rentensystem ausgehebelt. 
Ist natürlich wirklich ärgerlich, dass eine Reform nicht früher angepackt wurde. 
Aber spannender finde ich die Frage: Was machen wir jetzt?

Deshalb habe ich für mein Buch ja auch Leute gesucht – und gefunden! – die schon heute neue Ideen entwickelt haben, wie sie ab 65 aufwärts ihren Lebensunterhalt sichern. Z.B.

Monika B., die mit 57 ihren Job im Mobilfunkunternehmen verlor – und sich im Anschluss mit dem selbstständig macht, was sie am besten kann: Menschen etwas freundlich erklären. Sie arbeitet auf Messen für ein Unternehmen.
Oder der Fotograf Olaf Z., der mit 40 seinen alten Beruf verlässt, um doch noch Arzt zu werden. Weil er merkt: Bis 65 werde ich nie Fotograf sein. Dann lieber jetzt raus.

Mehr zu den Ideen von Menschen, die sich von der Rentendebatte nicht arm quatschen lassen, finden Sie in meinem Buch „Jung Alt Werden“ im Kapitel „Das liebe Geld …“ Hier können Sie ins Kapitel reinlesen:  Kapitel „Das Liebe Geld …

Sie können ja auch mal selbst überlegen: Wer in ihrem Bekanntenkreis ist bereits in Rente? Was unterscheidet die zufriedenen Rentner von den Unzufriedenen? Ist es wirklich vor allem die Höhe der gesetzlichen Rente?

Alle, die ich gesprochen habe, sagten letztlich: Sich von der Diskussion um Rente und Armut zu lösen, macht frei. Was viel wichtiger ist: Job-Möglichkeiten für jedermann! Weg mit der Altersdiskriminierung bei Ausbildung und Job-Vergabe! Her mit guten Ausbildungswegen für Jugendliche! Weg mit seltsamen Besteuerungsmodellen von Zuverdienst im Alter! Aber auch weg mit dem Mythos, dass man ein Versager ist, wenn man wenig Geld hat – und her mit neuen Ideen und Vorbildern!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für Ihr eigenes Leben gute Ideen!

Vielleicht haben Sie ja Lust, Ihre Gedanken dazu hier mit mir und anderen Lesern und Leserinnen zu teilen!
Mit herzlichem Gruß.
Carola Kleinschmidt

Eine Antwort zu Das Geld, das Geld, das liebe Geld

  1. Silvia S. sagt:

    Danke für die tollen Tipps! Ich bin auf dem Weg in die Freiheit, raus dem Drehrad und der unwertschätzenden, krankmachenden Arbeitsplatzumgebung. Mein Arzt hat mir heute nach der GU gesagt: „Sie sind noch so gesund, eine gute Basis für den Ausstieg und den Beginn eines neues Leben. Haben sie Mut!“
    Meine Rente wird durch 2 Jahre vorher noch etwas schmaler ausfallen, aber der Gewinn ist tatsächlich größer. Ich habe so viele versteckte Fähigkeiten und viel Kreativität, darum wollte ich mich schon lange mal wieder kümmern.

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